MOVIE: Silvesternacht am Alexanderplatz, 1939

R Richard Schnei­der-Ebenkoben D Hannes Stelz­er, Jakob Tiedtke, Gertrud Wolle, Carl Rad­datz


Herr Rein­hardt ist vom Leben ent­täuscht und deutet seinem einzi­gen Fre­und, Dr. Storp, an, dass Sil­vester vielle­icht der richtige Tag wäre, seinem Leben ein Ende zu set­zen. Storp schlägt ihm vor, dass er aber noch die Nacht mit ihm auf der Ret­tungsstelle am Alexan­der­platz ver­bringt, wo Storp als Not­fal­larzt arbeit­et. Die Berlin­er rund um den Alexan­der­platz bere­it­en sich auf Sil­vester vor – ein Bal­lon­verkäufer, der „Ster­nenkiek­er“, der die Pas­san­ten regelmäßig durch sein Fer­n­rohr auf die Sterne schauen lässt, ein LKW mit der Auf­schrift „Wo rutscht Berlin ins neue Jahr? In Élite“ fährt durchs Bild, dichter Straßen­verkehr am Alex. Storp und Rein­hardt fahren mit dem Wagen vor der Ret­tungsstelle vor. Ein Fotograf und Autor kommt in die Prax­is und bit­tet Storp, ihn in die Halb­welt des Alexan­der­platzes einzuführen, der lehnt aber ab, da mit der ver­schwun­de­nen Arbeit­slosigkeit auch die Ver­brecher­welt ver­schwun­den sei: „Es gibt keine Ganoven­ro­man­tik mehr am Alexan­der­platz.“ Der Kün­stler möchte ihm seinen Gedicht­band zuschick­en. Storp sagt: „Wenn’s keine Großs­tadt­lyrik ist – bitte.“ Während Storp seinen Dienst am Alexan­der­platz ver­richtet, ver­bringt seine Lebens­ge­fährtin Ilse die Sil­vester­nacht in ihrer eher mondä­nen Welt, sie ist Mod­eze­ich­ner­in. Storp ist eifer­süchtig, er hätte sich gewün­scht, dass sie zu Hause bleibt. Zwis­chen­durch stoßen die Men­schen auf das neue Jahr an, es wird aus­ge­lassen gefeiert und gesun­gen, u.a. bei Aschinger, mit der „berühmten gläser­nen Rutschbahn“. Der­weil wer­den Rein­hardt in der Prax­is aller­lei Schick­sale vor Augen geführt, ein hil­flos­er ent­lassen­er Strafge­fan­gener, eine Frau, die bei der Geburt ihres Kindes stirbt… Rein­hardt ent­deckt inzwis­chen, dass Ilse mit einem Mann unter­wegs war, der einen Fußgänger tot­ge­fahren und Fahrerflucht began­gen hat…
Zu den inter­es­san­testen Aspek­ten des Films gehören die Orig­i­nal­drehorte, vor allem am Alexan­der­platz, aber auch die Parochialkirche und das Gasthaus Aschinger – sowie der Ein­blick in den Leben­sall­t­ag am Alexan­der­platz.
★★★

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