Keiko, me wo sumasete (Small, Slow But Steady), beim Nippon Connection Festival in Frankfurt

Keiko, me wo sumasete von von Shô Miyake; © 2022 « KEIKO ME WO SUMASETE » Pro­duc­tion Com­mit­tee & COMME DES CINEMAS

von Shô Miyake
mit Yuki­no Kishii, Tomokazu Miu­ra, Masa­ki Miu­ra, Shinichi­ro Mat­suu­ra, Himi Sato
Japan / Frankre­ich 2022

Seit ihrer Geburt ist die junge Profi­box­erin Keiko taub. Sie lebt in Tokio und trainiert in einem tra­di­tion­sre­ichen Box-Gym. Dieses ist so etwas wie ihr Zuhause, es gibt ihr Gebor­gen­heit und man hat sich dort auf ihre Behin­derung eingestellt. Keiko boxt unter anderem deswe­gen, weil sie als Kind wegen ihrer Taub­heit gehänselt wurde, und sie so zu einigem Selb­st­be­wusst­sein gekom­men ist. Das Gym ist aber auch ein sozialer Ort für sie, und das Box­en so etwas wie Kom­mu­nika­tion. Auch die Kämpfe sind eine beson­dere Her­aus­forderung für sie, weil sie wed­er die Zurufe ihres Train­ers noch die Ansagen des Ringrichters hört. Den­noch gewin­nt sie zwei schwere Kämpfe. Ein drit­ter Kampf ste­ht bevor, doch da stellt sich her­aus, dass das Gym bald schließen muss. Als ihr Train­er auch noch mit gesund­heitlichen Schwierigkeit­en zu kämpfen hat, dro­ht ihr eine düstere Zukun­ft als Box­erin.

Regis­seur Shô Miyake ver­filmte die Geschichte der Box­erin Keiko Oga­sawara nach deren Biografie „Mak­e­naide!“, mit der jun­gen Yuki­no Kishii in der Haup­trol­le, die 2020 in Japan als beste New­com­erin aus­geze­ich­net wurde. KEIKO, ME WO SUMASETE ist eine berührende Geschichte um Wil­lensstärke und Respekt. Yuki­no Kishii ver­lei­ht der Box­erin eine beein­druck­ende, berührende Authen­tiz­ität. Ein weit­ere, heim­liche Pro­tag­o­nistin des Films ist dabei immer auch die Megas­tadt Tokio, die in Shô Miyakes Film aber Heimat ist und auch Gebor­gen­heit bietet.

Der Berli­nale ist zu ver­danken, dass dieser wun­der­bare Film nun auch in Deutsch­land zu sehen war. Man wün­scht ihm nichts mehr als einen Ver­leih, der dieses wun­der­bare Werk bre­it zugänglich macht.

Diese Filmkri­tik erschien zur Berli­nale 2022. Erfreulicher­weise zeigt auch das Nip­pon Con­nec­tion-Fes­ti­val in Frank­furt am Main (24.–29. Mai 2022) diesen wun­der­baren Film:
Di., 24. Mai 2022, 19:15 Uhr im Mouson­turm Saal
Mi., 25. Mai 2022, 20:00 Uhr im Eldo­ra­do Art­house Kino
Tick­ets gibt es auf www.nipponconnection.com

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