Avec amour et acharnement von Claire Denis im Wettbewerb der Berlinale

Avec amour et acharnement, (c) Curiosa Fims 2022, Vincent Lindon, Juliette Binoche

Paris im Winter. Sara und Jean verbringen eine langjährige, wundervolle Beziehung. Eben haben sie einen erfüllenden Badeurlaub zusammen verbracht. Sara arbeitet beim Radio, Jean verbringt seine Zeit damit einzukaufen und seine Zukunft zu planen. Einen Job hat er nicht. Irgendwann erfahren wir, dass er im Gefängnis war, Details darüber erfahren wir nicht. Jean hat einen Sohn, der bei Jeans Mutter aufwächst, der aber Schwierigkeiten macht, was Jean sehr beschäftigt. Gemeinsame Kinder haben sie nicht.

François ist Jeans bester Freund, mit dem er eine gemeinsame Agentur zur Vermittlung von Rugby-Spielern plant. Mit François war Sara aber vor langer Zeit zusammen. Und irgendwann sieht sie ihn auf der Straße wieder und sie spürt, dass sie immer noch Gefühle für ihn hat. Die stabile Beziehung zwischen Sara und Jean ist in Gefahr…

Regisseurin Claire Denis hat das Drehbuch gemeinsam mit der Autorin Christine Angot geschrieben, es ist bereits deren dritte Zusammenarbeit. Juliette Binoche spielt Sara, Vincent Lindon spielt Jean. Die beiden vermitteln ihren Figuren eine Intensität und eine Leidenschaft, die den Zuschauer tief in die Liebesgeschichte hineinzieht, und die den drohenden Bruch der Beziehung mitleiden lässt.

„Die drei Protagonisten leben in der Gegenwart, und wir wissen nie viel über ihre Vergangenheit“, erklärt Claire Denis. „Die Textur der Charaktere ist nicht in ihren Biografien enthalten. Es ist im Moment. Ihre flüchtige Gegenwart – ein paar Tage in Paris im Winter – reicht aus, um den Sturm der Gefühle zu entfachen, der sie verwüsten wird. Aus diesem Grund gibt es auch wenige Außenszenen. Ihr eigenes Inneres dient als leicht mysteriöses Äußeres. Sie sind wie Aliens, die aus ihren Gewohnheiten teleportiert wurden.“

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