Sterne und Weltraum auf Filmfestivals

Eines mein­er langjährig­sten Hyper­fokus­the­men ist ja alles was mit Weltall, Raum­fahrt und Astronomie zu tun hat und mit­tler­weile durch­suche ich regelmäßig die Ankündi­gun­gen von Film­fes­ti­vals danach, ob Filme darin vorkom­men, die sich mit dem Weltall auseinan­der­set­zen. Am lieb­sten sind mir dabei Filme, ob Doku­men­tar- oder Spielfilme, die aber nichts mit Sci­ence Fic­tion zu tun haben, son­dern ein­fach nur so mit Raum­fahrt oder Wel­traum­forschung. Aber zur Not nehme ich auch Sci­ence Fic­tion-Filme zur Ken­nt­nis. Hier meine derzeit­ige Auswahl:

Das Jüdis­che Film­fes­ti­val in Berlin und Pots­dam (5. bis 10. Mai 2026) zeigt im Kurz­film­pro­gramm HUMANITY BLESS ITS SOUL von Idan Gilboa: „Die Men­schheit ist passé – drei gek­lonte Schwest­ern drehen auf und reisen durch die Galax­is. Ein anar­chis­ches, far­ben­fro­hes Sci-Fi-Aben­teuer über Glauben, Liebe und alles dazwis­chen. Her­rlich gaga.” (Fes­ti­val­text). Klingt cool, aber naja, Sci­ence Fic­tion.

Das 26. goEast Film­fes­ti­val in Wies­baden (21. bis 27. April 2026) zeigt den Kurz­film COSMONAUTS von Leo Čer­nic, eben­falls eher im Sci­ence Fic­tion-Genre angelegt, der Fes­ti­val­text kündigt an: „Delfi­no, Rita und Zenf sind Teil ein­er Kreuz­fahrt für Sin­gles auf einem inter­galak­tis­chen Raum­schiff – voller Spaß und Sex. Dabei beschäfti­gen sie sich mit der essen­ziellen Frage, was Liebe für sie ist, in welchem Ver­hält­nis sie zu ihr ste­hen und wie weit sie bere­it sind, für die Liebe zu gehen. Eine bunte und wilde Mis­chung aus Far­ben und For­men, Absur­dität und Humor, Begierde und Sehn­sucht.”

Das DOK.fest München, 6. bis 18. Mai 2026, kommt meinen Wün­schen schließlich näher: HER RACE TO SPACE von Nadine Neu­mann und Ira Beetz. Der Fes­ti­val­text von Sil­via Bauer kündigt an: „In den Werk­shallen vor den Toren Münchens entste­ht Europas Antwort auf SpaceX. Hélène Huby baut mit ihrem Start-Up wiederver­wend­bare Raumkapseln – und eine deutsch-franzö­sis­che Unternehmen­skul­tur, die sich von Elon Musks Imperi­um bewusst abgren­zt. Ihre Vision: kri­tis­che Raum­fahrt­in­fra­struk­tur als europäis­ches Gemein­schaft­spro­jekt. Der Film begleit­et sie vom Wel­traumkongress bis zum Raketen­start, zeigt sie im Inve­storenge­spräch, beim Presserundgang mit Markus Söder, aber auch zuhause mit Ehe­mann und Kindern. Aus dezen­ten Andeu­tun­gen – die Groß­mut­ter in der Résis­tance, Jugend im Ten­niskad­er, Cel­lo-Konz­erte – entste­ht das Porträt ein­er engagierten Frau, die den Wel­traum als zivil­isatorisches Pro­jekt begreift. Mitreißend und klug kon­tex­tu­al­isiert.” Eben­falls auf dem Fes­ti­val läuft ELON MUSK UNCOVERED – DAS TESLA EXPERIMENT von Andreas Pich­ler, aber da scheint es wohl eher um die Auto­mo­bil­branche zu gehen.

Vision du Réel in Nyon (17. bis 26. April 2026) in der Schweiz zeigt schließlich jenen Film, der mich in dieser Aufzäh­lung am meis­ten inter­essiert: The Case Against Space von Graeme Arn­field: „Kurz vor Wei­h­nacht­en 1973 trat die Besatzung von Sky­lab, der ersten Raum­sta­tion der NASA, in den Streik. Basierend auf den Mitschriften ihrer Gespräche mit dem Kon­trol­lzen­trum auf der Erde, rekon­stru­iert Graeme Arn­field in Echtzeit diese Episode, die vom hero­is­chen Nar­ra­tiv des Wel­traum­aben­teuers überdeckt wurde. Dabei entwirft er ein ikonok­lastis­ches Porträt des Astro­naut­en als über­lasteter Arbeit­er”, berichtet das Fes­ti­val. Schade, so kurzfristig schaffe ich es sich­er nicht nach Nyon.

Außer Konkur­renz in mein­er Aufzäh­lung ist VAMPIRE ZOMBIES … FROM SPACE von Michael Stasko, der auf dem Film­fest Bre­men (15. bis 19. April 2026) läuft: „947 in der beschaulichen Stadt Mar­low. Die Mut­ter der jun­gen Mary wird von Drac­u­la bru­tal ermordet wird. 10 Jahre später – Marys Trau­ma sitzt noch tief – ver­schwinden ihr Vater und ihre Schwest­er. Die selt­samen Ereignisse in Mar­low häufen sich. Während die Polizei nur langsam vorankommt und schließlich die Stadt vom Mil­itär abriegeln lässt, kämpft Mary mit dem Schmal­zlock­en­rock­er Wayne ihren eige­nen Kampf gegen fliegende Unter­tassen, Vam­pire und eine Armee von Zom­bies, die Drac­u­la per­sön­lich aus einem Ufo steuert. Hier lässt sich man­nig­faltiges bestaunen: der kick­box­ende Unter­leib (ohne Ober­leib), der box­ende Ober­leib (ohne Unter­leib) oder die ero­tis­che Vam­pirpfäh­lung”, schreibt das Fes­ti­val.

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