“Shaman’s daughter” beim Japan-Filmfestival Hamburg

Shaman’s Daugh­ter

 シャーマンの娘 Shā­man no musume

Isa­ka Yūsuke

2021, 140 min.

Ken­gos große Liebe Sayuri ist tot. Sie ist bei einem Verkehrsun­fall ums Leben gekom­men. Ken­gos Schwiegervater ist von der Sit­u­a­tion über­fordert, er tex­tet ihn voll, wo schweigen die bessere Reak­tion wäre. Ver­legen klopft er ihm noch auf die Schul­ter und ver­lässt den Raum, in der die Leiche aufge­bahrt ist.

Ken­go, der eigentlich gerne Sänger wäre, liefert irgend­wo eine Piz­za aus und gerät an ein son­der­bares Haus. Skur­rile Zettel hän­gen an dem Haus, Ken­go glaubt an einen Scherz. Die selt­same High­school-Schü­lerin Umi­ka zer­rt ihn hinein und führt ihn ihrem Vater zu, einem son­der­baren Schama­nen mit lan­gen weißen Haaren. Gegen Geld könne er einen Kon­takt zur toten Geliebten her­stellen. Die Erfol­gs­garantie liege bei 100%, bezahlen könne er später. Und so passiert es: Fürder­hin lebt Ken­go zusam­men mit dem Geist Sayuris, die ihm gle­ich erst­mal Vorhal­tun­gen macht, dass seine Woh­nung so unaufgeräumt sei und er nicht geduscht habe. Am näch­sten Tag weckt sie ihn gle­ich auf, schickt ihn in die Dusche, erzählt ihm, wie er das Früh­stück zubere­it­en muss. Der­weil trifft sich Ken­go mit Umi­ka, um ihren Vater zu bezahlen. Diese bit­tet ihn, dass er doch mit ihr befre­un­det sein möge, schließlich habe sie keine Fre­unde.  Mit Sayuris Geist ver­bringt er nun eine schöne Zeit, sie gehen spazieren, erin­nern sich an die Ver­gan­gen­heit, tanzen, hören Musik zusam­men, haben Sex.

Aber Ken­go ste­ht nun im Dilem­ma zwis­chen dem Geist sein­er Fre­undin, die er noch sehr liebt – und dem Leben in der Real­ität, das weit­erge­hen muss. Umi­ka fordert Zeit mit ihm ein, Dinge, die er früher eigentlich mit Sayuri unter­nom­men hätte. Und dann nimmt Umi­ka auf uner­wartete Weise Ken­gos Zukun­ft in die Hand, schließlich hat sie seit jeher ein skur­riles Hob­by, das nun auch in Blick auf Sayuris Geist zur Anwen­dung kommt… Und jet­zt, ziem­lich genau in der Mitte des Films kommt auch endlich der Vorspann.

Isa­ka Yūsuke hat mit SHAMAN’S DAUGHTER einen erfrischen­den Gen­remix aus Com­ing-of-Age-Film, Geis­ter­dra­ma, Fan­ta­sykomödie und Roman­tic Com­e­dy geschaf­fen. Die Geis­tergeschichte kommt leicht­füßig daher, dem Drehbuch, das der Regis­seur selb­st geschrieben hat, gelin­gen tief­gründi­ge Charak­terze­ich­nun­gen. Allem voran ist auch der Cast überzeu­gend. Dem Ham­burg­er Japan-Film­fest ist mit Isa­ka Yūsukes Debüt­film eine wahre Ent­deck­ung gelun­gen.

Darsteller: Nag­isa Kihara, Kōhei Nagano, Akari Satō, Momo­ka Kuraka­mi, Mako­to Tezu­ka

Tick­ets gibt es hier:

https://jffh.de/de/festivals/23-jffh-2022/shamans-daughter.html

25.6.2022 19:45 – 22:15 Metrop­o­lis

26.6.2022 20:00 – 22:30 Metrop­o­lis

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