About / Über RETURN TO SEOUL by / von Davy Chou

©AuroraFilms_Vandertastic_FrakasProductions_2022 - RETURN TO SEOUL by / von Davy Chou
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ENGLISH VERSION BELOW

„Sie sind ja Französin!“ wird die 25-jährige Fred­die (Park Ji-Min) im Hotel in Seoul von der jun­gen Rezep­tion­istin Tena (Guka Han) begrüßt. Zwei Wochen will Fred­die in Korea ver­brin­gen, alles will sie sehen, aber eigentlich weiß sie genau gar nichts über Korea – denn eigentlich wollte sie nach Japan, doch ihre Flüge wur­den storniert. Und nun will sie, wo sie schon ein­mal da ist, ihre kore­anis­chen Wurzeln erforschen. Sie wurde näm­lich in dem Land geboren, wurde aber schon als kleines Kind von einem franzö­sis­chen Paar adop­tiert. Prompt fre­un­det sie sich mit Tena, der Rezep­tion­istin an, geht mit ihr und deren Fre­und Dong­wan essen, der des Franzö­sis­chen mächtig ist, schließlich hat er einst ver­gle­ichende Lit­er­atur­wis­senschaften studiert – und stößt schon auf die ersten Hür­den zwis­chen ihrer franzö­sis­chen und der kore­anis­chen Kul­tur. Zunächst sind das nur kleine, aber vielle­icht nicht ganz unwichtige Details, wie das Benehmen am Tisch. Man schenkt, erfährt Fred­die, sich zum Beispiel das Trinken nicht selb­st ein. Das würde die anderen am Tisch bloßstellen.

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Das Einzige, was Fred­die noch aus Korea hat, ist ein ver­schwommenes Foto von ihr auf dem Arm ihrer leib­lichen Mut­ter. Mehr weiß sie nicht, mehr hat sie nicht. Tena und Dong­wan leg­en ihr nahe, sie kön­nte sich doch auf die Suche nach ihren Eltern machen, was über­haupt nicht Fred­dies Plan war. Aber im kore­anis­chen Fernse­hen gab es wohl schon öfters Real­i­ty-For­mate, in denen es um die Suche nach den leib­lichen Eltern von Adop­tivkindern ging. Aber naja, das war eben nicht Fred­dies Plan.

Fred­die schre­it­et zunächst mit ihrem Pro­jekt voran, Ein­blicke in die kore­anis­che Kul­tur zu erhal­ten – und das macht sie mit ihrer extro­vertierten Art gle­ich ganz schön offen­siv: Sie schnappt sich die anderen wild­frem­den jun­gen Män­ner und Frauen im Restau­rant, set­zt alle einen Tisch und fängt mit dem Aus­tausch an. Der Alko­hol fließt, der Abend ist lang, es wer­den kore­anis­che Gesellschaftsspiele gespielt. Und prompt lan­det sie mit einem der Jungs in ihrem Hotelz­im­mer.

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Neugierig gewor­den macht sie sich am näch­sten Mor­gen auf den Weg nach dem berühmten Ham­mond Adop­tion­szen­trum. Aber natür­lich ist Fred­die kom­plett unvor­bere­it­et, sie hat ihre Akten nicht dabei, ken­nt ihr Akten­ze­ichen nicht, noch nicht ein­mal ihren Geburt­sna­men. Den­noch ver­sucht man ihr zu helfen. Auf der Rück­seite ihres Kinder­fo­tos ist eine Num­mer notiert, und die hil­ft der Agen­tur, her­auszufind­en, wer sie ist, wer ihre Eltern sind und wie ihr Geburt­sname ist. Fred­die über­fordert das alles, aber nun kann sie ein Telegramm an ihre Eltern schick­en lassen, mit der Infor­ma­tion, dass ihre Tochter mit ihnen Kon­takt aufnehmen möchte. Und prompt meldet sich ihr Vater bei der Adop­tion­sein­rich­tung. Fred­die erhält seine Tele­fon­num­mer. Doch was nun?

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Tena ruft ihn für sie an – und kommt dann auch mit ihr mit in die Stadt Gun­san, in der ihr leib­lich­er Vater wohnt. Und auch ihre Groß­mut­ter ist da. Diese ver­sucht ihr zu erk­lären, warum sie als Kind weggegeben wurde. Es waren schwierige Zeit­en, Korea war noch ein armes Land, noch vom Kore­akrieg geschädigt, viele Kinder wur­den zur Adop­tion freigegeben. Ihr Vater (Oh Kwang-Rok) möchte ihr zeigen, wo er aufgewach­sen ist, am Meer. Fred­die ist ihm gegenüber noch sehr reserviert. Er ist ein ein­fach­er Mann, inter­essiert sich für Fred­die, und wie sie in Frankre­ich lebt. Er zeigt ihr den Ort am Meer, in dem er aufwuchs. Seine Vor­fahren waren alle Fis­ch­er, auch er selb­st war viele Jahre Fis­ch­er, bis der Damm gebaut wurde und seinem Beruf ein Ende gemacht wurde. Heute, erzählt er, repari­ert er Kli­maan­la­gen. Auch von ihrer Mut­ter erzählt er, sie ist fort­ge­zo­gen.

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Fred­die sollte schließlich nach eini­gen Tagen wiederkom­men, ihre Neugierde war zu groß, mehr wollte sie erfahren, auch über ihre Mut­ter. Und auch Fred­die will ihre Kind­heits­fo­tos aus Frankre­ich vorzeigen. Wir erfahren immer mehr über die Ver­gan­gen­heit ihres Herkun­ft­s­lan­des, über das Leben zu jen­er Zeit. Sie hört vom Schmerz, den ihr Vater immer darüber emp­fun­den hat­te, dass sie das kleine Kind weggeben mussten. Aber sie muss auch erfahren, dass ihr Vater mit ihrer eige­nen Welt nicht viel zu tun hat. Er träumt davon, dass sie nach Korea zieht, aber er erken­nt nicht, dass Fred­die mit der klein­bürg­er­lichen, tra­di­tionellen Welt, in der er lebt, nichts anfan­gen kann. Und im Lauf der Zeit merkt Fred­die, dass die Gräben zwis­chen ihr und der kore­anis­chen Kul­tur groß sind. Und sie ent­deckt, dass ihr Vater Alko­ho­lik­er ist und sich dann manch­mal nicht im Griff hat. Aber dass sich ihre leib­liche Mut­ter noch nicht gemeldet hat, schmerzt sie den­noch…

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Die Geschichte ihres ersten Besuch­es in Korea nimmt unge­fähr die Hälfte des Filmes ein, der aber, so viel sei ver­rat­en, noch weit­ere Jahre abdeck­en wird, in der sich Fred­die dabei ver­sucht zurechtzufind­en, dass sie nun mehr über ihr Geburt­s­land und ihren Vater weiß. Ein biss­chen ver­liert der Film durch die Streck­ung über einige Jahre an Geschlossen­heit, ein kleines biss­chen zer­bricht die Hand­lung dadurch in zwei, drei Teile. Den­noch: RETURN TO SOUL ist ein bewe­gen­der, berühren­der aber auch span­nen­der Film über die Phase eines Lan­des, das heute ein höch­st­mod­ernes, wohlhaben­des Land ist – was es aber sehr lange nicht gewe­sen ist. Wir blick­en in eine Ver­gan­gen­heit, die noch weit vor der Geburt Fred­dies zurück­liegt – und die eine tragis­che Ver­gan­gen­heit ist.

Davy Chou, der franzö­sisch-kam­bod­sch­a­nis­che Regis­seur von RETURN TO SOUL, ist 1983 geboren und lebt sowohl in Asien als auch in Europa, näm­lich in Phnom-Penh und Paris. RETURN TO SOUL ist sein zweit­er abend­fül­len­der Spielfilm, nach DIAMOND ISLAND aus dem Jahr 2016, sowie seinem Doku­men­tarfilm GOLDEN SLUMBERS aus dem Jahr 2011. Davy Chou erzählt, wie die Idee zu RETURN TO SOUL einst ent­stand, als er seinen Doku­men­tarfilm GOLDEN SLUMBERS in Busan in Süd­ko­rea beim berühmten Film­fes­ti­val zeigte. Eine kore­anis­che Fre­undin, Lau­re Badu­fle, begleit­ete ihn, und ihre Fig­ur und ihre Erleb­nisse inspiri­erten Chou eben zur Geschichte dieses Films. Auch sie war als Ein­jährige von ein­er franzö­sis­chen Fam­i­lie adop­tiert wor­den, auch sie kam später zurück nach Süd­ko­rea und machte keine guten Erfahrun­gen bei der Begeg­nung mit ihrem leib­lichen Vater. „Die Geschichte mein­er Fre­undin, die jet­zt übri­gens eine Ther­a­pie für Adop­tivkinder und ‑eltern anbi­etet, hat mich auf diese Spur gebracht“, erzählt Chou. „Ihr hart­näck­iger und unberechen­bar­er Charak­ter hat mich inspiri­ert. Während ich das Drehbuch schrieb, habe ich ihr viele Fra­gen gestellt, denn ich bin wed­er eine Frau noch in Süd­ko­rea geboren – und adop­tiert wurde ich auch nicht. Diese Dis­tanz ließ mich an mein­er Legit­im­ität zweifeln, diese Geschichte adäquat erzählen zu kön­nen. Aber irgend­wann öffnete sich eine Tür und ich fand mich in diesem Pro­jekt wieder.“

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Dass einen der Film so sehr beschäftigt und nicht so schnell wieder los lässt liegt nicht zulet­zt auch an der Darstel­lerin der Pro­tag­o­nistin Fred­die, die junge Schaus­pielerin Park Ji-Min. Eigentlich ist sie Bild­hauerin, kam mit acht Jahren aus Süd­ko­rea nach Frankre­ich, hat also auch Verbindun­gen zu bei­den Kul­turen, zu bei­den Sichtweisen. Sie ist nicht adop­tiert. „Es war ein­drucksvoll zu sehen, wie sie in der Lage war, die volle Band­bre­ite der Emo­tio­nen zwis­chen extremer Gewalt­tätigkeit und Ver­let­zlichkeit, die Fred­dies Charak­ter kennze­ich­nen, auszu­drück­en“, beschreibt Chou das Cast­ing mit ihr. „Park Ji-Min und ich entwick­el­ten schnell eine ver­trauensvolle Beziehung zueinan­der, auf deren Grund­lage wir diese Zeit gemein­sam meis­tern kon­nten. Ich ver­stand, dass ich meine Per­spek­tive ändern musste und das war sehr befreiend. Fred­dies Charak­ter ist das Ergeb­nis dieser Zusam­me­nar­beit mit ihr auf gle­ich­er Augen­höhe.“ Park Ji-Mins Darstel­lung prägt sich einem ein, ihre Fig­ur ist unglaublich authen­tisch, aber auch sehr wand­lungs­fähig. Die Fred­die, die wir in den späteren Jahren sehen, ist nicht mehr die Fred­die, die wir bei ihrer Ankun­ft im Hotel in Seoul am Anfang erleben. Das zeigt die her­vor­ra­gende Zusam­me­nar­beit zwis­chen Regis­seur und Haupt­darstel­lerin.

RETURN TO SOUL startet am 26. Jan­u­ar 2023 in den deutschen Kinos. Empfehlenswert.

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2022 Bel­gien / Deutsch­land, Frankre­ich, Qatar / 116 Min / Franzö­sisch, Kore­anisch,
Englisch. In der Kino­fas­sung für den deutschen Start ist Franzö­sisch syn­chro­nisiert, alle anderen Sprachen unter­titelt.

CAST

Fred­die                                            PARK JI-MIN

Fred­dies kore­anis­ch­er Vater           OH KWANG-ROK

Tena                                                 GUKA HAN

Maxime                                            YOANN ZIMMER

Groß­mut­ter                                     HUR OUK-SOOK

Kore­anis­che Tante                           KIM SUN-YOUNG

André                                               LOUIS-DO DE LENCQUESAING

Lucie                                                EMELINE BRIFFAUD

Kay-Kay                                            LIM CHEOL-HYUN

Dong­wan                                         SON SEUNG-BEOM

Jiwan                                                KIM DONG-SEOK

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CREW

Regie und Drehbuch                        DAVY CHOU

Kam­era                                            THOMAS FAVEL

Musik                                               JÉRÉMIE ARCACHE, CHRISTOPHE MUSSET

Schnitt                                             DOUNIA SICHOV

Ausstat­tung                                     SHIN BO-KOUNG, CHOI CHI-YOUL

Kostüme                                          CLAIRE DUBIEN, YI CHOONG-YUN

Pro­duzentin­nen                              CHARLOTTE VINCENT, KATIA KHAZAK –

Auro­ra Films

Co-Pro­duk­tion                                 HANNEKE VAN DER TAS – Van­der­tas­tic, CASSANDRE WARNAUTS, JEAN-YVES

ROUBIN – Frakas Pro­duc­tions.
Welt­premiere: 75. Inter­na­tionale Film­fest­spiele von Cannes 2022 in der Sek­tion Un Cer­tain Regard.

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ENGLISH VERSION

“You’re French!” 25-year-old Fred­die (Park Ji-Min) is greet­ed at the hotel in Seoul by the young recep­tion­ist Tena (Guka Han). Fred­die wants to spend two weeks in Korea, she wants to see every­thing, but she does­n’t real­ly know any­thing about Korea — because she actu­al­ly want­ed to go to Japan, but her flights were can­celled. And now that she’s here, she wants to explore her Kore­an roots. She was born in the coun­try but was adopt­ed by a French cou­ple when she was a young child. She prompt­ly makes friends with Tena, the recep­tion­ist, goes out to eat with her and her friend Dong­wan, who speaks French, after all he once stud­ied com­par­a­tive lit­er­a­ture – and is already encoun­ter­ing the first hur­dles between her French and Kore­an cul­ture. At first, these are just small, but per­haps not entire­ly unim­por­tant, details, such as how you behave at the table. For exam­ple, Fred­die learns, you don’t pour your­self a drink your­self. That would expose the oth­ers at the table.

The only thing Fred­die has from Korea is a blur­ry pho­to of her in her birth mother’s arms. That’s all she knows, that’s all she has. Tena and Dong­wan sug­gest that she go find her par­ents, which was not Freddie’s plan at all. But on Kore­an tele­vi­sion there have often been real­i­ty for­mats that deal with the search for the bio­log­i­cal par­ents of adopt­ed chil­dren. But well, that was­n’t Freddie’s plan.

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Fred­die ini­tial­ly pro­ceeds with her project to gain insights into Kore­an cul­ture — and with her extro­vert­ed nature she makes that quite offen­sive: She grabs the oth­er com­plete strangers young men and women in the restau­rant, all sits at a table and starts with them exchange on. The alco­hol is flow­ing, the evening is long, Kore­an par­lor games are being played. And prompt­ly she ends up in her hotel room with one of the guys.

Curi­ous, she sets out the next morn­ing for the famous Ham­mond Adop­tion Cen­ter. But of course Fred­die is com­plete­ly unpre­pared, she does­n’t have her files with her, does­n’t know her file num­ber, not even her birth name. Nev­er­the­less, one tries to help her. A num­ber is writ­ten on the back of her child­hood pho­to, and it helps the agency find out who she is, who her par­ents are and what her maid­en name is. Fred­die is over­whelmed by all this, but now she can have a telegram sent to her par­ents with the infor­ma­tion that their daugh­ter wants to con­tact them. And her father prompt­ly con­tacts the adop­tion cen­ter. Fred­die gets his phone num­ber. But what now?

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Tena calls him for her — and then comes with her to the city of Gun­san, where her bio­log­i­cal father lives. And her grand­moth­er is there too. This tries to explain to her why she was giv­en away as a child. Those were dif­fi­cult times, Korea was still a poor coun­try, still dam­aged by the Kore­an War, many chil­dren were put up for adop­tion. Her father (Oh Kwang-Rok) wants to show her where he grew up, by the sea. Fred­die is still very reserved towards him. He’s a sim­ple man, inter­est­ed in Fred­die and how she lives in France. He shows her the place by the sea where he grew up. His ances­tors were all fish­er­men, he him­self was a fish­er­man for many years until the dam was built and his pro­fes­sion was put to an end. Today, he says, he repairs air con­di­tion­ing sys­tems. He also talks about her moth­er, who has moved away.

Fred­die was sup­posed to come back after a few days, she was too curi­ous, she want­ed to find out more, includ­ing about her moth­er. And Fred­die also wants to show her child­hood pho­tos from France. We learn more and more about the past of their coun­try of ori­gin, about life at that time. She hears about the pain her father always felt about hav­ing to give away the lit­tle child. But she also has to learn that her father does­n’t have much to do with her own world. He dreams of her mov­ing to Korea, but he does­n’t real­ize that Fred­die does­n’t relate to the mid­dle-class, tra­di­tion­al world in which he lives. And as time goes on, Fred­die real­izes that the rifts between her and Kore­an cul­ture are wide. And she dis­cov­ers that her father is an alco­holic and some­times gets out of con­trol. But it still hurts her that her birth moth­er has­n’t con­tact­ed her yet…

The sto­ry of her first vis­it to Korea takes up about half of the film, but we can tell it will cov­er years to come as Fred­die tries to come to terms with the fact that she now knows more about her coun­try of birth and her father. The film los­es a lit­tle of its cohe­sion due to the stretch­ing over a few years, and the plot breaks up a lit­tle bit into two or three parts as a result. Nev­er­the­less: RETURN TO SOUL is a mov­ing, touch­ing but also excit­ing film about the phase of a coun­try that is now a high­ly mod­ern, pros­per­ous coun­try — which has not been the case for a very long time. We look into a past that goes back well before Fred­die was born — and that is a trag­ic past.

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Davy Chou, the French-Cam­bo­di­an direc­tor of RETURN TO SOUL, was born in 1983 and lives in both Asia and Europe, name­ly in Phnom-Penh and Paris. RETURN TO SOUL is his sec­ond fea­ture film, fol­low­ing 2016’s DIAMOND ISLAND and his 2011 doc­u­men­tary GOLDEN SLUMBERS. Davy Chou shares how the idea for RETURN TO SOUL came about while film­ing his doc­u­men­tary GOLDEN SLUMBERS in Busan in South Korea showed at the famous film fes­ti­val. A Kore­an friend, Lau­re Badu­fle, went with him, and her char­ac­ter and expe­ri­ences inspired Chou to cre­ate the sto­ry for this film. She was also adopt­ed by a French fam­i­ly when she was a year old. She also came back to South Korea lat­er and did not have a good expe­ri­ence meet­ing her bio­log­i­cal father. “My friend’s sto­ry, who by the way now offers ther­a­py for adop­tive chil­dren and par­ents, put me on this track,” says Chou. “I was inspired by her tena­cious and unpre­dictable char­ac­ter. I asked her a lot of ques­tions while I was writ­ing the script because I’m not a woman, nor was I born in South Korea, and I was­n’t adopt­ed. This dis­tance made me ques­tion my legit­i­ma­cy to tell this sto­ry ade­quate­ly. But even­tu­al­ly a door opened and I found myself in this project.”

The fact that the film keeps you so busy and does­n’t let you go so quick­ly is not least due to the young actress Park Ji-Min, who played the pro­tag­o­nist Fred­die. She is actu­al­ly a sculp­tor, came to France from South Korea at the age of eight, so she has con­nec­tions to both cul­tures, to both per­spec­tives. She is not adopt­ed. “It was impres­sive to see how she was able to express the full range of emo­tions that char­ac­ter­izes Freddie’s char­ac­ter, from extreme vio­lence to vul­ner­a­bil­i­ty,” Chou describes the cast­ing with her. “Park Ji-Min and I quick­ly devel­oped a trust­ing rela­tion­ship that enabled us to get through this time togeth­er. I under­stood that I need­ed to change my per­spec­tive and that was very lib­er­at­ing. Freddie’s char­ac­ter is the result of work­ing with her on an equal foot­ing.” Park Ji-Min’s por­tray­al is mem­o­rable, her char­ac­ter is incred­i­bly authen­tic, but also very ver­sa­tile. The Fred­die we see in the lat­er years is no longer the Fred­die we see when she first arrives at the hotel in Seoul. This shows the excel­lent coop­er­a­tion between direc­tor and lead­ing actress.

RETURN TO SOUL will be released in Ger­man cin­e­mas on Jan­u­ary 26, 2023. Rec­om­mend­ed.

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