PARADE beim GoEast Filmfestival in Wiesbaden

PARADE beim GoEast Film­fes­ti­val in Wies­baden — 

https://www.filmfestival-goeast.de/filme/parade‑2/

LTU 2022 / 97 min / OmeU

Sprache: Litauisch

Regie: Titas Lau­cius

VORSTELLUNGEN

Cali­gari Film­Bühne Fr, 28.04. / 19:00 Uhr

Apol­lo Kino-Cen­ter Sa, 29.04. / 18:00 Uhr

Tick­ets

Drehbuch: Titas Lau­cius

Kam­era: Lau­ry­nas Bareiša

Schnitt: Mikas Žukauskas

Musik: Titas Lau­cius, Danielius Pancerovas, Justi­nas Važnevičius, Valde­maras Ziezys

Ton: Ive­ta Mace­vičiūtė

Beset­zung: Rasa Samuolytė, Giedrius Sav­ickas, Valentin Novopol­skij, Barbo­ra Bareikytė

Pro­duk­tion: Kle­menti­na Remeikaitė

Pro­duk­tions­fir­ma: after­school pro­duc­tion

Als die Jugend­blaskapelle von Migle für eine städtis­che Parade auser­wählt wird, über­schla­gen sich im Leben der engagierten Diri­gentin die Ereignisse: Zunächst sorgt ihre Tochter Gabriele dafür, dass sich ein Junge während eines Konz­erts in ein­er Kirche mit der Trompete einen Zahn auss­chlägt. Gut, der hat das vielle­icht ver­di­ent, weil er Gabriele während des Konz­erts per­ma­nent geärg­ert hat. Okay, mit dem Nach­barsjun­gen hat­te sie das auch schon ein­mal fer­tigge­bracht. Aber auch der hat­te sie geärg­ert. Auge um Auge, Zahn um Zahn – oder bess­er die zweite Backe auch noch hin­hal­ten, wenn man eine abbekommt? Und dann kommt Gabriele hin­ter dem Busch her­vor: Eigentlich hat sie nie jemand gefragt, ob sie über­haupt spie­len wolle. Vielle­icht wäre eher Capoeira das, was sie inter­essiert? In dieses tief­greifende Gespräch hinein platzt ein Anruf vom Migles‘ Exmann Eiman­tas: Seine Mut­ter sei gestor­ben, ob Migle denn nun nicht vielle­icht vor dem Gericht der katholis­chen Kirche um die Annul­lierung ihrer Ehe bit­ten könne? Juris­tisch geschieden sind sie zwar seit 20 Jahren und Migle ist ja auch schon längst wieder ver­heiratet. Eiman­tas und Migle haben eine gemein­same Tochter, die schon erwach­sen ist, Dovile. Migle soll nun übernehmen, dass Dovile über den Tod ihrer Groß­mut­ter in Ken­nt­nis geset­zt wird, aber die haben sowieso kein enges Ver­hält­nis gehabt.

Für die kirch­liche Schei­dung sind nun aller­hand Angaben erforder­lich, etwa wie häu­fig man damals Geschlechtsverkehr hat­te. Inter­es­sante Frage aus heutiger Sicht. Dann erfährt sie, dass sie dazu noch vor einem kirch­lichen Tri­bunal erscheinen solle, da es noch Nach­fra­gen gäbe. Das Tri­bunal nimmt eine unerquick­liche Entwick­lung, Zeu­gen von früher sagen Dinge aus – was eine groteske Ver­anstal­tung. Und während die Proben für die Parade ihren Ver­lauf nehmen, erfährt Migle, dass es zu ein­er weit­eren Instanz des kirch­lichen Ehetri­bunals kom­men wird.

Parade ist der Debüt­film von Titas Lau­cius, eine her­rliche, groteske Komödie um das absurde kirch­liche Tri­bunal, das so sehr an der Real­ität vor­bei gleit­et und die Big­ot­terie kirch­lich­er Instanzen eben­so aufdeckt wie die aber­witzi­gen Beziehungs­ge­flechte in Migles Ver­gan­gen­heit.

ENGLISH VERSION

When Migle’s youth brass band is cho­sen for a city parade, events in the life of the ded­i­cat­ed con­duc­tor take a sud­den turn: First, her daugh­ter Gabriele ensures that a boy knocks out a tooth with a trum­pet dur­ing a con­cert in a church. Well, maybe he deserved it because he con­stant­ly annoyed Gabriele dur­ing the con­cert. Okay, she’d done that once before with the boy next door. But he had annoyed her too. An eye for an eye, a tooth for a tooth – or is it bet­ter to turn the oth­er cheek if you get hit? And then Gabriele comes out from behind the bush: Actu­al­ly nobody ever asked her if she want­ed to play at all. Maybe Capoeira would be what inter­ests you more? A call from Migles’ ex-hus­band Eiman­tas bursts into this pro­found con­ver­sa­tion: his moth­er had died, so could Migle not per­haps ask the Catholic Church court to have her mar­riage annulled? They have been legal­ly divorced for 20 years and Migle has long been remar­ried. Eiman­tas and Migle have a daugh­ter togeth­er who is already grown, Dovile. Migle is now tasked with inform­ing Dovile of her grandmother’s death, but they weren’t very close any­way.

All sorts of infor­ma­tion is now required for the church divorce, such as how often one had sex­u­al inter­course at the time. Inter­est­ing ques­tion from today’s per­spec­tive. Then she learns that she should also appear before a church tri­bunal because there are still ques­tions. The tri­bunal takes an unpleas­ant devel­op­ment, wit­ness­es from before say things out — what a grotesque event. And as rehearsals for the parade progress, Migle learns that there will be anoth­er instance of the church mar­riage tri­bunal.

Parade is the debut film by Titas Lau­cius, a won­der­ful, grotesque com­e­dy about the absurd eccle­si­as­ti­cal tri­bunal, which so com­plete­ly ignores real­i­ty and reveals the big­otry of eccle­si­as­ti­cal author­i­ties as well as the ludi­crous web of rela­tion­ships in Migle’s past.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert