Spielerinnen von Aysun Bademsoy beim DOK LEIPZIG FILMFESTIVAL 2024

Spielerin­nen von Aysun Badem­soy beim DOK LEIPZIG FILMFESTIVAL 2024

Deutsch­er Wet­tbe­werb Doku­men­tarfilm

Deutsch­land 2024, 86 Minuten

Der Train­er der ersten türkischen Frauen­fußball­mannschaft in Berlin ist gestor­ben, Zeit sich an damals zu erin­nern, als die Frauen bis Anfang der Nuller­jahre, Fußball gespielt haben. Und zu schauen, was aus den Fußbal­lerin­nen von damals gewor­den ist, die eine ist zum Beispiel Bus­fahrerin bei der BVG gewor­den. Eine ist selb­ständig in der Gas­tronomie, hat eine Kette von Restau­rants. Damals bei Agrispor schlug sie gute Eck­en. Ihre Fußbal­lzeit war die schön­ste Zeit ihrer Jugend sagt, sie waren eine gute Mannschaft und ver­standen sich auch so untere­inan­der gut. Agrispor aus Kreuzberg galt bei der Grün­dung 1991 als die erste türkische Frauen­mannschaft außer­halb der Türkei. Im Gör­l­itzer Park haben sie gespielt, es gab Abnei­gun­gen der deutschen Mannschaften, aber die Türken in der Gegend standen hin­ter ihnen und haben sie gefeiert. Eine hat einen Hochzeitssaal, in dem türkische Hochzeit­en ver­anstal­tet wer­den. Türkan, Nalan, Arzu und Nalan heißen die vier ehe­ma­li­gen Fußbal­lerin­nen, die Aysun Badem­soy mit der Kam­era begleit­et. Zum vierten Mal hat sie die vier besucht, eine Langzeit­doku­men­ta­tion, alle sind nun so um die vierzig Jahre alt, sie denken an ihre Zukun­ftsvorstel­lun­gen von damals – und inwiefern diese sich erfüllt haben. Auch die Töchter der Frauen kom­men in diesem Teil vor, was sie für Träume und Vorstel­lun­gen haben, wie sie ihre Zukun­ft sehen. Haben sich die kon­ser­v­a­tiv­en Rol­len­bilder in den türkischen Fam­i­lien von damals verän­dert? Dür­fen die Mäd­chen heute einen Fre­und haben? Welche Erwartun­gen wer­den an sie gestellt? „Kannst du uns eine andere Frage stellen“ war damals die Antwort an die Regis­seurin, ob sie Fre­unde hät­ten.

Aysun Badem­soy gelingt eine wun­der­bare, toll erzählte Doku­men­ta­tion aus deutsch-türkisch­er Per­spek­tive auf Frauen­rollen damals und heute in Deutsch­land, in deutsch-türkischen Fam­i­lien, in großstädtis­ch­er Umge­bung. Und als Frauen Fußball zu spie­len war damals nicht in allen Fam­i­lien geschätzt. Fast dreißig Jahre dauert die Langzeit­beobach­tung nun an – ich kenne die anderen Filme nicht, werde das nun aber nach­holen, zumin­d­est „Mäd­chen am Ball“ aus dem Jahr 2006 ist immer­hin auf Youtube zu sehen.

Regie: Aysun Badem­soy

Kam­era: Ines Thom­sen, Isabelle Casez

Schnitt: Maja Tennst­edt

Pro­duk­tion: Alex Ger­baulet

Ton: Ivonne Gär­ber, Cami­lo Gar­cia Cas­tro

Sound Design: Titus Mader­lech­n­er

https://www.dok-leipzig.de/film/spielerinnen/programm

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